Honigbiene – erkennen, Lebensweise und Hilfe im Garten
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Wenn Bienen an Obstblüten, Kräutern oder Stauden sammeln, können Honigbienen darunter sein. Ihr meist bräunlicher, mäßig behaarter Körper und die Pollenhöschen mancher Arbeiterinnen geben Hinweise. Für eine sichere Unterscheidung von anderen Blütenbesuchern brauchst du aber mehrere Merkmale.
Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) wird seit Jahrtausenden vom Menschen gehalten. Im Garten begegnest du meist Arbeiterinnen aus betreuten Völkern. Sie sammeln Nahrung für einen mehrjährigen Bienenstaat, der Honig und Wachs erzeugt und viele Wild- und Kulturpflanzen bestäuben kann. Dieser Steckbrief erklärt die Lebensweise, typische Verwechslungen und sinnvolle Hilfe im Garten. Auch Hummeln gehören zu den Wildbienen; viele andere Wildbienen leben einzeln.
Was ist die Honigbiene?
Die Westliche Honigbiene gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae). In der Imkerei leben ihre Völker in Beuten, den vom Menschen bereitgestellten Bienenwohnungen. Imkerinnen und Imker betreuen und vermehren die Völker und nutzen Honig, Wachs und ihre Bestäubungsleistung.
Freilebende Honigbienenvölker kommen beispielsweise in Baumhöhlen vor. Ihre Überlebenschancen hängen unter anderem vom Nahrungsangebot und den örtlichen Bedingungen ab. Ein freilebendes Volk ist nicht automatisch eine ursprüngliche, von Zuchtbienen unabhängige Wildpopulation.
Ein Volk hat normalerweise eine eierlegende Königin, viele weibliche Arbeiterinnen und während der Fortpflanzungszeit männliche Drohnen. Die Zahl der Tiere schwankt stark mit Jahreszeit und Volksentwicklung. Im Sommer können es einige Zehntausend Arbeiterinnen sein; im Winter ist das Volk kleiner. Die Königin und langlebige Winterarbeiterinnen überdauern in einer Wintertraube und nutzen ihre Futtervorräte. Die Sommerbienen werden nach und nach ersetzt, und Drohnen sind im Winter normalerweise nicht mehr vorhanden.
Die Honigbiene auf einen Blick
| Merkmal | Orientierung |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Apis mellifera (Westliche Honigbiene), Familie Apidae |
| Größe | Arbeiterinnen ungefähr 1–1,5 cm; Königinnen und Drohnen meist größer; Größe variiert |
| Sozialform | staatenbildend, mehrjähriges Volk |
| Nahrung | Nektar und Honigtau als Energiequellen; Pollen unter anderem für Brutaufzucht und junge Arbeiterinnen; Wasser |
| Rolle im Garten | Bestäubung vieler Wild- und Kulturpflanzen; in der Imkerei Honig- und Wachsgewinnung |
| Flugzeit | in Mitteleuropa häufig März bis Oktober; abhängig von Wetter und Region, auch Flüge an milden Wintertagen möglich |
| Flugwetter | oft ab etwa 10–12 °C gut zu beobachten; keine starre Temperaturgrenze, Wind, Sonne und Regen wirken mit |
| Überwinterung | Königin und Winterarbeiterinnen in der Wintertraube, versorgt durch Honig beziehungsweise eingelagertes Winterfutter |
Die Größen sind Richtwerte und eignen sich allein nicht zur Bestimmung.
Honigbiene erkennen und von anderen Blütenbesuchern unterscheiden
Honigbienen wirken meist zierlicher und weniger dicht behaart als Hummeln. Der Hinterleib ist je nach Herkunft eher grau- oder dunkelbraun und kann hellere beziehungsweise gelbbräunliche Bänder tragen. Gegenüber einer Deutschen oder Gemeinen Wespe fällt oft die stärkere Behaarung auf. Farbe und Körperform liefern Hinweise, sind aber für sich genommen kein sicherer Nachweis.
Pollensammelnde Arbeiterinnen formen den Pollen zu Pollenhöschen in Körbchen an den Hinterbeinen. Deren Farbe hängt von den besuchten Pflanzen ab. Nektar- oder Wassersammlerinnen tragen häufig keine sichtbaren Pollenhöschen. Auch Hummeln besitzen Pollenkörbchen. Viele andere Wildbienen transportieren Pollen in Haarbürsten an den Beinen oder am Bauch; manche tragen ihn im Kropf. Deshalb ist eine Biene mit sichtbarem Pollen nicht automatisch eine Honigbiene.
Schwebfliegen können Bienen oder Wespen ähneln und sind je nach Art wenig bis stark behaart. Sie besitzen nur ein Flügelpaar, Bienen und Wespen dagegen zwei. Kurze Fühler und große Augen sind weitere Hinweise auf eine Fliege. Bei ruhenden Bienen liegen die Flügel oft übereinander; bloßes Zählen auf einem Foto kann deshalb täuschen.
Ähnliche Blütenbesucher im Vergleich
| Merkmal | Honigbiene | Hummel | Andere Wildbienen | Deutsche und Gemeine Wespe | Schwebfliegen |
|---|---|---|---|---|---|
| Körper und Behaarung | meist zierlich, mäßig behaart | meist kräftig, dicht behaart | sehr unterschiedlich | deutlich tailliert, wenig auffällig behaart | sehr unterschiedlich, teils pelzig |
| Färbung | meist braun bis graubraun, teils gelbbräunliche Bänder | je nach Art schwarz, gelb, weiß oder rot | sehr unterschiedlich | auffällig schwarz-gelb | oft bienen- oder wespenähnlich |
| Flügel | zwei Paare | zwei Paare | zwei Paare | zwei Paare | ein Paar |
| Pollentransport | bei Pollensammlerinnen Körbchen am Hinterbein | bei sammelnden Weibchen Körbchen am Hinterbein | je nach Art Bein- oder Bauchbürste, Kropf; Brutparasiten sammeln nicht selbst | keine Pollensammelausrüstung | keine Pollensammelausrüstung |
| Sozialform | mehrjähriges Volk | heimische Arten meist saisonale Völker; Kuckuckshummeln als Brutparasiten | überwiegend solitär, daneben soziale und parasitische Arten | saisonale Völker | kein Bienenstaat |
Die Vergleichstabelle zeigt typische Merkmale, keine vollständige Bestimmungshilfe. Hummeln sind eine Gruppe innerhalb der Wildbienen.
An Kuchen, Limonade und Grillgut erscheinen meist Deutsche oder Gemeine Wespen. Honigbienen sammeln überwiegend Nektar, Honigtau und Pollen, können aber besonders bei Trachtmangel auch Fruchtsaft oder andere zugängliche süße Flüssigkeiten nutzen. Der Besuch einer Zuckerquelle eignet sich deshalb nicht als eindeutiges Unterscheidungsmerkmal.
Lebensweise und Entwicklung
Die Königin legt in der Hochsaison unter günstigen Bedingungen bis zu etwa 2.000 Eier täglich und kann mehrere Jahre alt werden. Sie ist normalerweise das einzige begattete Weibchen im Volk. Arbeiterinnen beteiligen sich gewöhnlich nicht an der Fortpflanzung; besonders nach längerem Königinnenverlust können sie jedoch unbefruchtete Eier legen, aus denen Drohnen entstehen.
Arbeiterinnen übernehmen im Lauf ihres Lebens verschiedene Aufgaben: reinigen, Brut und Königin versorgen, Waben bauen, Vorräte verarbeiten, das Nest bewachen und später sammeln. Diese Abfolge ist flexibel und richtet sich auch nach dem Bedarf des Volks. Eingetragen werden Nektar, Honigtau, Pollen, Wasser und Pflanzenharze für Propolis. Sommerarbeiterinnen leben meist nur einige Wochen, Winterarbeiterinnen mehrere Monate.
Drohnen haben keinen Stachel und sammeln keine Nahrung für das Volk. Ihre Hauptaufgabe ist die Begattung junger Königinnen; sie tragen außerdem zur Wärmeproduktion bei. Erfolgreich begattende Drohnen sterben bei der Paarung. Die im Volk verbliebenen Drohnen werden meist gegen Ende der Fortpflanzungszeit nicht mehr versorgt und abgedrängt.
Die drei Formen im Honigbienenvolk
| Form | Vorkommen | Hauptaufgaben | Lebensdauer |
|---|---|---|---|
| Königin | normalerweise eine je Volk | Eier legen, über Botenstoffe am Zusammenhalt des Volks mitwirken | mehrere Jahre möglich |
| Arbeiterin | mehrere Tausend bis einige Zehntausend, stark saisonabhängig | Brutpflege, Wabenbau, Vorrat, Verteidigung und Sammeln | Sommerarbeiterin einige Wochen; Winterarbeiterin mehrere Monate |
| Drohne | saisonal, Zahl abhängig vom Volk; im Winter normalerweise keine | Begattung, außerdem Wärmeproduktion; keine Sammelarbeit | meist einige Wochen; Tod bei erfolgreicher Paarung |
Vom Ei zur erwachsenen Biene
Honigbienen durchlaufen Ei, Larve und Puppe, bevor sie schlüpfen. Unter normalen Brutbedingungen dauert das vom Ei bis zum Schlupf bei einer Königin ungefähr 16 Tage, bei einer Arbeiterin 21 Tage und bei einer Drohne 24 Tage. Königinnen und Arbeiterinnen entstehen normalerweise aus befruchteten Eiern, Drohnen aus unbefruchteten Eiern. Ob eine weibliche Larve Königin oder Arbeiterin wird, hängt wesentlich von ihrer Versorgung während der Entwicklung ab. Junge Larven erhalten Futtersaft der Ammenbienen; Pollen ist unter anderem für die Bildung dieses Futtersafts nötig.
Schwärmen und Verständigung
Beim Schwärmen, in Mitteleuropa häufig im späten Frühjahr und Frühsommer, teilt sich das Volk: Die alte Königin zieht mit einem Teil der Arbeiterinnen aus. Im zurückbleibenden Volk werden junge Königinnen herangezogen. Das ist die natürliche Vermehrung auf Volksebene; daneben schlüpfen im Volk laufend einzelne Bienen aus der Brut. In der Imkerei können auch gezielt Ableger gebildet werden.
Mit dem Schwänzeltanz können erfolgreiche Sammlerinnen Richtung und Entfernung einer lohnenden Nahrungsquelle mitteilen. Auch Gerüche und weitere Signale helfen bei der Verständigung. Über den Winter halten Königin und Winterarbeiterinnen das Volk aufrecht. Wärme erzeugen die Arbeiterinnen durch ihre Muskulatur; Energie liefern die eingelagerten Vorräte.
Bedeutung als Bestäuberin
Honigbienen sind wichtige gehaltene Bestäuber vieler Obst-, Beeren- und Saatgutkulturen sowie zahlreicher Wildpflanzen. Ihre individuenstarken Völker können ergiebige Nahrungsquellen rasch nutzen. Imkerinnen und Imker stellen Völker teilweise gezielt zur Blüte von Kulturen auf. Wie viel das zur Ernte beiträgt, hängt unter anderem von Pflanzenart, Wetter, Volksstärke und den übrigen Blütenbesuchern ab.
Sammlerinnen sind häufig blütenstet: Auf einem Sammelflug besuchen sie überwiegend dieselbe Pflanzenart. Dadurch gelangt Pollen oft auf weitere Blüten dieser Art. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Bestäubung innerhalb derselben Sorte genügt. Viele Obstsorten sind selbstunfruchtbar und brauchen Pollen einer passenden anderen Sorte, die gleichzeitig blüht. Bienen ersetzen keine geeignete Befruchtersorte. Mehr dazu erklärt Bestäubung und Befruchtung.
Honigbienen, Hummeln, andere Wildbienen und Schwebfliegen können sich durch unterschiedliche Flugzeiten, Blütenbesuche und Techniken ergänzen. Ihr jeweiliger Beitrag ist standort- und pflanzenabhängig. Die Wildbienen- und Bestäuber-Gilden helfen, diese Vielfalt bei der Gartenplanung mitzudenken.
Artenschutz und Gesundheit der Völker unterscheiden
Die bundesweite Rote Liste der Bienen von 2011 führt Apis mellifera als ungefährdet. Diese Einstufung ist keine Aussage darüber, dass einzelne Völker gesund sind oder problemlos überleben. Besonders Varroamilben und mit ihnen verbundene Viren können Honigbienenvölker erheblich schädigen; auch ihre Nahrung muss gesichert sein.
Die Checkliste von 2023 umfasst 604 aktuell oder ehemals einheimische Wildbienenarten Deutschlands, ohne die Honigbiene. Sie aktualisiert das Arteninventar, ist aber keine neue Gefährdungsbewertung. Viele Wildbienen benötigen gezielten Schutz ihrer Nahrungspflanzen und Lebensräume; die Einordnung vertieft die Seite zur Roten Liste der Insekten im Garten.
Bei begrenztem Blütenangebot kann eine hohe Dichte von Honigbienenvölkern zur Nahrungskonkurrenz beitragen. Aus der Anwesenheit von Honigbienen allein lässt sich aber keine Schädigung von Wildbienen ableiten. Für die Bestäuberförderung sind mehr geeignete Blüten und Lebensräume sinnvoll; zusätzliche Völker ersetzen diese Maßnahmen nicht.
So hilfst du Bienen im Garten
Plane ein vielfältiges Blütenangebot über die Saison: beispielsweise Weiden und Obstgehölze im Frühjahr, blühende Kräuter, Klee und Stauden im Sommer sowie spät blühende Stauden und Efeu im Herbst. Efeu blüht erst in seiner Altersform. Kräuter liefern Blütennahrung nur, wenn du wenigstens einen Teil tatsächlich blühen lässt. Der Bienen-Blühkalender hilft beim Planen möglicher Blühfolgen; er beweist jedoch keine ausreichende Versorgung am Standort.
Wähle gut zugängliche, nektar- und pollenreiche Blüten. Ungefüllte oder wenig gefüllte Sorten sind oft geeigneter als stark gefüllte. Der tatsächliche Nutzen hängt von Art, Sorte und Blütenaufbau ab. Die LWG fand bei Beet- und Balkonpflanzen deutliche Unterschiede zwischen Sorten.
Eine flache Wasserstelle mit sicheren Landeplätzen kann Honigbienen beim Wasserholen helfen. Biete sauberes Wasser an, halte Schale und Steine sauber und gib keinen Zucker oder Honig hinein. Vermeide im Garten Insektizide und Spritzungen auf besuchte Blüten. Schonende Gartenpflege und ungestörte Bereiche unterstützen auch andere Blütenbesucher.
Für Wildbienen zählen zusätzlich passende Niststrukturen: offene Bodenstellen, geeignete Pflanzenstängel und Totholz. Glatte, hinten geschlossene Niströhren können zum Beispiel der Roten Mauerbiene helfen. Honigbienen ziehen nicht in solche Röhrennisthilfen ein; ihr Volk braucht einen größeren geschützten Hohlraum mit Platz für Waben. Mehr Nistplätze schaffen allein auch nicht mehr Nahrung. Blütenangebot und Nistmöglichkeiten erfüllen verschiedene Bedürfnisse.
Fördermaßnahmen im Überblick
| Maßnahme | Was du tun kannst | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Blühfolge planen | Frühjahrs-, Sommer- und Herbstblüher kombinieren | tatsächlich geöffnete, nutzbare Blüten; passende Pflanzen für verschiedene Bestäuber |
| Kräuter blühen lassen | einen Teil nicht vor der Blüte ernten | nur blühende Pflanzen bieten Blütennahrung |
| Zugängliche Blüten wählen | häufig ungefüllte oder wenig gefüllte Sorten | Art und Sorte beeinflussen Nektar- und Pollenangebot |
| Wasser anbieten | flache Schale mit Steinen oder Kies | sauber halten, sichere Landeplätze, ohne Honig oder Zucker |
| Schonend pflegen | Insektizide vermeiden, ungestörte Bereiche erhalten | schützt Tiere und Lebensräume |
| Wildbienen-Nistplätze erhalten | Bodenstellen, Stängel, Totholz; geeignete Röhren für bestimmte Arten | keine Nistplätze für Honigbienenvölker, kein Ersatz für Blüten |
| Imkerei gründlich lernen | Kurs, Verein und praktische Begleitung | Futterversorgung, Gesundheitskontrolle und Varroamanagement erfordern Fachkenntnis |
Wer selbst Honigbienen halten möchte, übernimmt Verantwortung für die eigenen Völker und die Bienen im Umfeld. Ein Kurs und praktische Begleitung helfen, Gesundheitsprobleme und Futternot zu erkennen und rechtzeitig zu handeln.
Bienenschwarm, Fütterung und Stiche: wichtige Hinweise
Ein Bienenschwarm im Garten
Ein Schwarm kann vorübergehend als dichte Traube an einem Ast oder einem anderen Gegenstand hängen. Solche Schwärme sind meist weniger auf Nestverteidigung eingestellt als ein etabliertes Volk, trotzdem sind Stiche möglich. Halte Abstand, halte Kinder und Haustiere fern und störe die Traube nicht. Besprühe sie nicht und versuche nicht, sie selbst einzufangen. Bei einem ungünstigen Standort kann ein örtlicher Imkerverein oder eine erfahrene Imkerin beziehungsweise ein Imker beraten und gegebenenfalls den Schwarm übernehmen.
Keine offenen Futterstationen
Stelle keinen Honig oder Zuckerwasser im Garten zur freien Aufnahme bereit. Honig unbekannter Herkunft kann Sporen der Amerikanischen Faulbrut enthalten, einer Krankheit der Honigbienenbrut. Offenes Futter und zugängliche Honigreste können außerdem Räuberei zwischen Völkern begünstigen. Eine notwendige Versorgung gehaltener Völker gehört in die Hände ihrer Betreuungspersonen. Für die Gartenhilfe sind Blüten und sauberes Wasser sinnvoll.
Stiche vermeiden
Sammelnde Honigbienen lassen Menschen meist unbehelligt. Arbeiterinnen können aber stechen, wenn sie gequetscht werden oder das Volk verteidigen. Tiere nicht festhalten, nicht nach ihnen schlagen und Beuten samt Flugloch ungestört lassen.
Beim Stich einer Arbeiterin in menschliche Haut bleibt der Stachelapparat gewöhnlich hängen; beim Wegfliegen wird er herausgerissen und die Biene stirbt anschließend. Bei Stichen gegen andere Insekten kann sie den Stachel wieder herausziehen und mehrfach einsetzen.
Häufige Fragen zur Honigbiene
Brauchen die Bienen den geernteten Honig nicht selbst?
Honig ist ein Nahrungsvorrat, den das Volk auch zur Überwinterung nutzt. Bei verantwortungsvoller Honigernte muss genügend geeignete Nahrung für das Volk gesichert bleiben. Je nach Betriebsweise werden Honigvorräte belassen oder durch geeignetes Futter ergänzt; im Winter zehren gehaltene Völker deshalb nicht zwingend ausschließlich von Honig. Nach der Ernte kann bei ausbleibender Folgetracht Futternot entstehen. Futterkontrolle und rechtzeitige Versorgung sind Teil fachgerechter Haltung.
Retten zusätzliche Honigbienenvölker die Wildbienen?
Zusätzliche Völker fördern nicht automatisch die Artenvielfalt. Wildbienen brauchen geeignete Nahrungspflanzen, Nistplätze und ungestörte Lebensräume. Bei knappem Blütenangebot kann Konkurrenz entstehen; das hängt von Standort und Völkerdichte ab. Im Garten ist ein vielfältiger Lebensraum deshalb der wichtigste Ansatz.
Das Wichtigste zur Honigbiene
- Mehrjährig ist das Volk. Königin und Winterarbeiterinnen erhalten es über den Winter; nicht alle Tiere des Sommers überleben.
- Mehrere Merkmale helfen beim Erkennen. Farbe, Behaarung und Pollentransport gemeinsam betrachten; Hummeln besitzen ebenfalls Pollenkörbchen.
- Bestäubung braucht passende Bedingungen. Honigbienen können viele Pflanzen bestäuben; bei selbstunfruchtbaren Obstsorten zählt auch eine kompatible Befruchtersorte.
- Artenschutz und Volksgesundheit sind verschiedene Fragen. Die gehaltene Honigbiene gilt bundesweit laut Bewertung von 2011 als ungefährdet, ihre Völker können dennoch schwer geschädigt werden.
- Blüten und Lebensräume helfen Bestäubern. Keine offenen Futterstationen einrichten; Wildbienen-Nisthilfen ersetzen weder Honigbienenwohnungen noch Nahrung.
Infografik
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- Hummel — soziale Wildbienen mit meist saisonalen Völkern.
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- Bestäubung und Befruchtung — Pollenübertragung und passende Befruchtersorten verstehen.
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- Rote Liste der Insekten im Garten — Gefährdungsbewertungen und ihren zeitlichen Bezug einordnen.