Ernten und einlagern im September
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Im September laufen Frischernte und Vorratsaufbau parallel. Welche Kulturen schon lagerreif sind, hängt von Sorte, Saat- oder Pflanztermin und Wetter ab. Zwiebeln können bereits vorher geerntet worden sein; manche Wurzel- und Kohlkulturen wachsen noch bis Oktober oder länger weiter. Räume deshalb nicht allein nach Monatsdatum.
Was jetzt geerntet werden kann
- Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini und Bohnen: weiter ernten, solange die Pflanzen gesund sind und brauchbare Früchte liefern.
- Lagerkartoffeln, Zwiebeln und Winterkürbisse: nach Abreife für den Vorrat auswählen; nicht jede Sorte ist gleich lagerfähig.
- Möhren, Rote Bete, Lauch und Kohl: erntereife Sätze nutzen; spätere Bestände nach Kultur und Wetter weiterwachsen lassen.
- Herbsthimbeeren, Brombeeren und Weintrauben: sortenabhängige Ernte, keine gemeinsame Lagerempfehlung für Gemüse und Obst.
Lagerreife und Qualität prüfen
| Kultur | Was vor dem Einlagern wichtig ist |
|---|---|
| Lagerkartoffeln | ausreichend feste Schale und geeignete Sorte; schonend ausgraben, Knollen nicht in der Sonne liegen lassen |
| Lagerzwiebeln | abgereiftes Laub, vollständig getrocknete Hälse und Außenschalen; vor Regen geschützt trocknen lassen |
| Winterkürbis | sortentypische Abreife, feste unbeschädigte Schale und möglichst intakter Stiel; vor Frost schützen |
| Möhren und Rote Bete | geeignete Lagersorte und gesunde Wurzeln; Laub entfernen, die Wurzel beziehungsweise Knolle nicht verletzen |
Gesundes, unverletztes Erntegut einlagern. Angeschlagene, aber ansonsten einwandfreie Stücke zeitnah verarbeiten; faulende, schimmelige oder anderweitig verdorbene aussortieren. Grüne oder stark keimende Kartoffeln nicht als normales Lagergut behandeln. Bitter schmeckende Kürbisse und Zucchini nicht essen; Kochen macht die Bitterstoffe nicht unschädlich.
Lagerbedingungen nach Kultur wählen
| Kultur | Orientierung für die Aufbewahrung |
|---|---|
| Kartoffeln | etwa 4–8 °C, dunkel und belüftet; trockene Oberfläche, nicht austrocknen lassen |
| Ganze Winterkürbisse | etwa 10–15 °C, trocken und luftig; getrennt vom kalten Wurzellager |
| Möhren und Rote Bete | kühl und feucht, zum Beispiel in leicht feuchtem Sand; keine Staunässe |
| Zwiebeln und Knoblauch | gut abgetrocknet, trocken und luftig; getrennt von feuchtem Wurzelgemüse |
Das sind Orientierungen, keine zugesicherten Lagerzeiten. Sorte, Reife, Verletzungen und tatsächliches Raumklima entscheiden. Kleine Mengen Wurzelgemüse können ins Gemüsefach. Geernteter Lauch ist unter gewöhnlichen Haushaltsbedingungen kein monatelanger Vorrat. Details zu Vorbereitung und Lagerplätzen stehen unter Lagergemüse richtig einlagern.
Kontrolle und Verarbeitung organisieren
Beschrifte Kisten mit Kultur und Erntedatum. Prüfe Vorräte etwa alle ein bis zwei Wochen; bei auffälligen Partien, Kondenswasser oder Frostgefahr häufiger. Verdorbene Stücke entfernen und Nachbarstücke kontrollieren. Temperatur beim Lagergut messen, denn ein unbeheizter Schuppen kann nachts trotzdem durchfrieren.
Reifes Sommergemüse zeitnah nutzen oder nach einer geeigneten Anleitung haltbar machen. Gesunde, ausreichend entwickelte Tomaten lassen sich bei bevorstehender Kälte nachreifen; die September-Tomatenpflege erklärt Auswahl und Bedingungen. Nachreifen braucht andere Bedingungen als die Lagerung von Kartoffeln oder Wurzelgemüse.