Raupenfutter-Finder: Pflanzen für Schmetterlingsraupen
Ohne Raupenfutter keine Schmetterlinge. Viele Falter sind auf ganz bestimmte Wirtspflanzen angewiesen, an denen ihre Raupen fressen – das ist etwas anderes als eine Nektarpflanze. Suche Pflanzen aus unserer Auswahl und vergleiche die Raupennachweise laut Quelle, oder wähle einen Falter und finde Beispiele für seine Futterpflanzen.
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Pflanzen suchen und filtern
Der Lichtfilter ersetzt keine Standortprüfung: Boden, Feuchtigkeit und Platzbedarf findest du im jeweiligen Steckbrief. Zweijährige Pflanzen werden im Gemüsebau häufig schon im ersten Jahr geerntet.
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Schmetterling gezielt fördern
Du hast einen bestimmten Falter im Blick? Wähle ihn aus – der Finder zeigt Beispiele für die Futterpflanzen seiner Raupen. Die Filter der Pflanzensuche gelten hier nicht; prüfe die Pflanzenauswahl zusätzlich auf deinen Standort. Eine passende Pflanze allein garantiert keine Ansiedlung.
Was die Angaben bedeuten
- Artenzahlen sind Quellenangaben: Sie umfassen Tag- und Nachtfalter und sagen nicht voraus, wie viele Arten in deinem Garten vorkommen. Zahlen verschiedener Pflanzen dürfen nicht addiert werden, weil viele Raupen mehrere Pflanzen nutzen.
- Wildart und Kulturform unterscheiden: Achte auf den botanischen Namen. Angaben zur Wildart gelten nicht automatisch für alle Sorten oder verwandte Gartenpflanzen. Der Heimisch-Filter zeigt hier als heimisch geführte Wildpflanzen; Kulturformen sind separat gekennzeichnet.
- Fehlende Zahl ist nicht fehlender Nutzen: Ein qualitativer Nachweis belegt Raupenfutter ohne Artenzahl. „Raupendaten fehlen“ bedeutet, dass hier kein geprüfter Nachweis hinterlegt ist, nicht dass eine Pflanze ökologisch wertlos ist.
- Bezugsraum beachten: Für Miscanthus ist eine Zahl aus Ostasien hinterlegt. Sie wird separat gekennzeichnet und nicht in das Ranking für Mitteleuropa aufgenommen.
- Falterlisten sind Beispiele: Der Finder enthält 119 Pflanzeneinträge und 24 ausgewählte Falter. Keine Falternennung an einer Pflanze bedeutet nicht, dass keine Raupen sie nutzen. Lichtbedarf der Pflanze und Mikroklima für die Raupen können sich unterscheiden.
Raupenfutter im Garten erhalten
- Geeignete Pflanzen über die Raupenentwicklung hinweg stehen lassen und Fraßspuren tolerieren. Im Gemüsebeet kannst du einzelne Pflanzen für Raupen reservieren.
- Wiesen und Säume abschnittsweise mähen und ungemähte Rückzugsflächen erhalten. Pflanzen vor Schnitt oder Ernte auf Eier und Raupen prüfen.
- Laub, trockene Stängel und geschützte Stellen teilweise über den Winter erhalten; Falterarten überwintern in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.
- Auf Insektizide an den Futterpflanzen verzichten. Stark ausbreitende Pflanzen gezielt begrenzen; eine Wildecke muss zum verfügbaren Platz passen.
Mehr dazu: Schmetterlinge im Garten fördern.
Pflanzen mit hohen hinterlegten Raupenarten-Zahlen
Die 30 höchsten Artenzahlen in dieser Auswahl, ohne Nachweise aus anderen Bezugsräumen. Das ist keine Gesamtbewertung des Naturschutzwerts. Spezialisten nutzen bestimmte Pflanzen oder Pflanzengruppen, nicht zwingend nur eine einzelne Art. „—“ bedeutet: Angabe fehlt.
| Pflanze | Raupenarten | Einordnung |
|---|---|---|
| Schlehe Prunus spinosa | 149 | heimisch |
| Wilde Heidelbeere Vaccinium myrtillus | 115 | heimisch |
| Sauerampfer Rumex acetosa | 98 | heimisch |
| Spitzwegerich Plantago lanceolata | 85 | heimisch |
| Himbeere Rubus idaeus | 83 | heimisch |
| Weißdorn Crataegus monogyna | 76 | heimisch |
| Haselnuss Corylus avellana | 67 | heimisch |
| Löwenzahn Taraxacum officinale | 63 | heimisch |
| Brennnessel Urtica dioica | 49 | heimisch |
| Kulturapfel Malus domestica | 48 | Kulturform |
| Säulenapfel Malus domestica | 48 | Kulturform |
| Vogelkirsche Prunus avium | 48 | heimisch |
| Beifuß Artemisia vulgaris | 45 | heimisch |
| Weiße Taubnessel Lamium album | 36 | heimisch |
| Vogelbeere Sorbus aucuparia | 28 | heimisch |
| Maibeere Lonicera caerulea | 27 | Kulturform |
| Eichblattsalat Lactuca sativa | 26 | Kulturform |
| Eissalat Lactuca sativa | 26 | Kulturform |
| Kopfsalat Lactuca sativa | 26 | Kulturform |
| Lollosalat Lactuca sativa | 26 | Kulturform |
| Pflücksalat Lactuca sativa | 26 | Kulturform |
| Romanasalat Lactuca sativa | 26 | Kulturform |
| Estragon Artemisia dracunculus | 25 | nicht heimisch |
| Dicke Bohnen Vicia faba | 23 | nicht heimisch |
| Winterwicke Vicia villosa | 22 | nicht heimisch |
| Vogelmiere Stellaria media | 21 | heimisch |
| Walderdbeere Fragaria vesca | 21 | heimisch |
| Erdbeeren Fragaria × ananassa | 20 | Kulturform |
| Schwarzer Holunder Sambucus nigra | 19 | heimisch |
| Inkarnatklee Trifolium incarnatum | 18 | nicht heimisch |
Welcher Falter braucht welche Pflanze?
| Schmetterling | Raupenfutterpflanzen |
|---|---|
| Admiral | Brennnessel |
| Aurorafalter | Wiesen-Schaumkraut, Knoblauchsrauke |
| C-Falter | Brennnessel, Haselnuss, Stachelbeere, Rote Johannisbeere, Hopfen, Salweide, Ulme |
| Distelfalter | Brennnessel, Disteln (Kratzdisteln, Ringdisteln), Eselsdistel, Malve |
| Faulbaum-Bläuling | Rote Johannisbeere, Wilde Heidelbeere, Kulturapfel, Schlehe, Faulbaum, Kreuzdorn, Blutweiderich, Hartriegel, Efeu |
| Großer Kohlweißling | Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Meerrettich, Kapuzinerkresse |
| Großes Ochsenauge | Aufrechte Trespe, Schaf-Schwingel, Wiesen-Rispengras, Wolliges Honiggras, Wiesen-Fuchsschwanz |
| Hauhechel-Bläuling | Gewöhnlicher Hornklee, Luzerne, Weiß-Klee, Hopfenklee, Dornige Hauhechel, Hufeisenklee |
| Kaisermantel | März-Veilchen, Hunds-Veilchen |
| Kleiner Fuchs | Brennnessel |
| Kleiner Kohlweißling | Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Radieschen, Rucola, Meerrettich, Kapuzinerkresse |
| Landkärtchen | Brennnessel |
| Ligusterschwärmer | Rote Johannisbeere, Himbeere, Kulturapfel, Liguster, Flieder, Esche |
| Mauerfuchs | Echter Schaf-Schwingel, Fieder-Zwenke, Aufrechte Trespe, Gemeines Knaulgras |
| Mittlerer Weinschwärmer | Schmalblättriges Weidenröschen, Springkraut, Fuchsie, Blutweiderich, Gemeine Nachtkerze |
| Nierenfleck-Zipfelfalter | Schlehe, Zwetschge, Pflaume, andere Prunus-Arten |
| Rapsweißling | Rucola, Brunnenkresse, Wiesen-Schaumkraut, Ackersenf, Knoblauchsrauke |
| Schachbrett | Gräser (u. a. Knäuelgras, Wiesen-Rispengras, Schwingel, Trespe) |
| Schornsteinfeger | Gemeines Knaulgras, Wiesen-Rispengras, Aufrechte Trespe, Wolliges Honiggras, Wald-Segge |
| Schwalbenschwanz | Möhre, Wilde Möhre, Dill, Knollenfenchel, Pastinake |
| Tagpfauenauge | Brennnessel |
| Taubenschwänzchen | Echtes Labkraut, Wiesen-Labkraut, Wald-Labkraut, Kletten-Labkraut, Waldmeister |
| Totenkopfschwärmer | Kartoffel, Bittersüßer Nachtschatten, Schwarze Tollkirsche, Gemeiner Stechapfel |
| Zitronenfalter | Faulbaum, Purgier-Kreuzdorn |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Nektarpflanze und Raupenfutterpflanze?
Eine Nektarpflanze bietet erwachsenen Faltern Nahrung. Eine Raupenfutterpflanze ernährt deren Raupen; manche Pflanzen erfüllen beide Aufgaben. Viele Raupen fressen Blätter, andere auch Knospen, Blüten, Früchte oder Wurzeln. Der Bienen-Blühkalender hilft ergänzend beim Planen einer Blühfolge, bewertet aber Bienenpflanzen und nicht die Nektareignung für jede Falterart.
Was fressen die Raupen vom Tagpfauenauge?
In Mitteleuropa fast ausschließlich die Große Brennnessel. Sie ist auch Futterpflanze für Admiral, Kleinen Fuchs, Landkärtchen und C-Falter. Der C-Falter nutzt zusätzlich andere Pflanzen, etwa Hasel und Weiden. Beim Standort unterscheiden sich die Arten: Das Landkärtchen nutzt besonders feuchte, halbschattige bis schattige Brennnesselbestände. Eine Brennnesselecke hilft mehreren Arten, ersetzt aber keine vielfältigen Lebensräume.
Welche Pflanzen braucht der Schwalbenschwanz?
Die Raupen nutzen vor allem Doldenblütler, im Garten etwa Möhre, Wilde Möhre, Dill, Knollenfenchel, Pastinake. Lass geeignete Pflanzen mit ausreichend Laub stehen und dulde einzelne Raupen. Blühen ist für die Nutzung als Raupenfutter keine Voraussetzung. Ob sich Raupen ansiedeln, hängt auch von regionalen Vorkommen, dem Mikroklima und der Pflege ab.
Welche Raupenfutterpflanzen wachsen im Halbschatten?
Auch halbschattige Ecken tragen wertvolle Wirtspflanzen – z. B. Schlehe, Wilde Heidelbeere, Sauerampfer, Spitzwegerich, Himbeere, Weißdorn. Im Finder einfach „Halbschatten" wählen.
Welche Pflanze hat hier die höchste hinterlegte Artenzahl?
In dieser Auswahl nennt die Quelle für die Schlehe mit 149 Raupenarten die höchste Zahl, gefolgt von Wilde Heidelbeere und Sauerampfer. Das ist kein vollständiger Vergleich aller Pflanzen. Auch Pflanzen mit wenigen Arten können für spezialisierte Raupen wichtig sein.
Wie sind die Angaben einzuordnen?
Es handelt sich um eine redaktionelle Auswahl; Umfang, Bezugsraum und Erfassungsstand der Nachweise unterscheiden sich. Auffällige Angaben wurden am 1. Oktober 2026 gezielt überprüft, nicht sämtliche Einträge neu erhoben.